Messvorbereitung

Zur Bestimmung der Oberflächentemperatur wird berührungslos die natürliche Infrarot-Wärmestrahlung gemessen, die das angezielte Objekt aussendet. Für ein optimales Messergebnis muss der am Messwerkzeug eingestellte Emissionsgrad siehe Emissionsgrad vor jeder Messung geprüft und gegebenenfalls an das Messobjekt angepasst werden.

Wenn das Messwerkzeug zum ersten Mal eingeschaltet wird, ist immer der hohe Emissionsgrad voreingestellt. Wenn man den Emissionsgrad umstellt, werden alle Messwerte gelöscht. Die Einstellung des Emissionsgrades bleibt gespeichert, wenn Sie das Messwerkzeug ausschalten.

Am Messwerkzeug kann zwischen 3 Emissionsgraden gewählt werden. In der nachfolgenden Übersicht finden Sie zu jedem Emissionsgrad häufig verwendete Materialien mit ähnlichen Emissionsgraden, die eine beispielhafte Auswahl darstellen. Da der Emissionsgrad eines Materials von verschiedenen Faktoren abhängt und somit variieren kann, dienen die Angaben in der nachfolgenden Übersicht als Richtwerte.

Hoher Emissionsgrad: Beton (trocken), Ziegel (rot, rau), Sandstein (rau), Marmor, PVC-Boden, Kunststoff (PE, PP, PVC), Gummi, Aluminium eloxiert (matt), Raufasertapete, Teppich, Laminat, Fliesen (matt), Parkett (matt), Lack (schwarz, matt), Heizkörperlack, Holz, Glas

Mittlerer Emissionsgrad: Emaille, Granit, Gusseisen, Sand, Schamotte

Niedriger Emissionsgrad: Kork, Porzellan (weiß), Lack (leicht reflektierend)

Es werden folgende Emissionsgrade verwendet:

  • hoher Emissionsgrad: 0,95
  • mittlerer Emissionsgrad: 0,85
  • niedriger Emissionsgrad: 0,75

Zum Ändern der Einstellung des Emissionsgrads drücken Sie die Taste Mode (9) so oft, bis in der Anzeige Emissionsgrad (c) der für die nächste Messung passende Emissionsgrad ausgewählt ist.

  • Korrekte Temperaturmessungen sind nur möglich, wenn der eingestellte Emissionsgrad und der Emissionsgrad des Objekts übereinstimmen. Objekte könnten mit einer zu hohen oder zu niedrigen Temperatur angezeigt werden, was möglicherweise zu einer Gefahr bei Berührungen führen kann.

Bei der berührungslosen Oberflächentemperatur-Messung wird die Infrarotstrahlung der Messfläche bestimmt.

Der Laserpunkt markiert ungefähr den Mittelpunkt der Messfläche. Für ein optimales Messergebnis richten Sie das Messwerkzeug so aus, dass der Laserstrahl die Messfläche an diesem Punkt senkrecht trifft.

  • Richten Sie den Laserstrahl nicht auf Personen oder Tiere und blicken Sie nicht selbst in den Laserstrahl, auch nicht aus größerer Entfernung.

Die Größe der Messfläche steigt mit dem Abstand zwischen Messwerkzeug und Messobjekt. Bei einem Abstand von 1 m ist die Messfläche ca. 8,3 cm groß, sofern der Laserstrahl senkrecht auf eine flache Messfläche trifft.

Bei einer Oberflächentemperatur von –10 °C bis +500 °C liegt der optimale Messabstand zwischen 0,75 m und 1,25 m. Unter –10 °C liegt der optimale Messabstand zwischen 10 cm und 30 cm.

Das angezeigte Messergebnis ist der Mittelwert der gemessenen Temperaturen innerhalb der Messfläche.

  • Halten Sie Abstand zu sehr heißen Objekten. Es besteht Verbrennungsgefahr.
  • Halten Sie das Messwerkzeug nicht direkt an heiße Oberflächen. Das Messwerkzeug kann durch die Hitze beschädigt werden.

Stark reflektierende oder glänzende Oberflächen (z.B. glänzende Fliesen, Edelstahlfronten oder Kochtöpfe) können die Oberflächen-Temperaturmessung beeinträchtigen. Kleben Sie bei Bedarf die Messfläche mit einem dunklen, matten Klebeband ab, das gut wärmeleitend ist. Lassen Sie das Band kurz auf der Oberfläche austemperieren.

Die Messung durch transparente Materialien (z.B. Glas oder transparente Kunststoffe) hindurch ist prinzipbedingt nicht möglich.

Die Messergebnisse werden umso genauer und zuverlässiger, je besser und stabiler die Messbedingungen sind.

Die Infrarot-Temperaturmessung wird durch Rauch, Dampf oder staubige Luft beeinträchtigt.

Lüften Sie deshalb vor der Messung den Raum, insbesondere wenn die Luft verschmutzt oder dampfig ist. Messen Sie z.B. im Bad nicht direkt nach dem Duschen.

Lassen Sie den Raum nach dem Lüften eine Weile austemperieren, bis er die übliche Temperatur wieder erreicht hat.